2. Präsentation Hotelprojekt an der Oberen Strandpromenade vom 06.10.2020

2. Präsentation Hotelprojekt an der Oberen Strandpromenade vom 06.10.2020

Am Dienstag Abend wurde in der Dünenhalle auf Wangerooge auf vielfachen Wunsch erneut das geplant Hotelprojekt an der Oberen Strandpromenade von Verwaltung, Rat und Planern der Öffentlichkeit vorgestellt. Hubertus Wichmann musste als Planer dieses Mal allerdings alleine seine Pläne vorstellen, da Claas Odink Corona bedingt weder zeitnah aus den Niederlanden ausreisen, geschweige denn auch zeitnah wieder in die Niederlande hätte einreisen können.

Bereits am 19.08. fand eine Vorstellung eines möglichen Hotelprojektes auf Wangerooge in der Dünenhalle statt. Die Investoren Hubertus Wichmann und Klaus Odink stellten Ihr Konzept vor und standen für Fragen zur Verfügung.
Bürgermeister Marcel Fangohr unterstrich nochmals in seinen einleitenden Worten am Dienstag den gut 80 überwiegend einheimischen Zuhörern, dass der Gemeinderat zuletzt drei Konzepte begutachtet habe, bevor das jetzige Hotelprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. „Die von unserer Seite vorgegebenen baurechtlichen und konzeptionellen Rahmenbedingungen haben die anderen Investoren nicht komplett erfüllt“, so Bürgermeister Fangohr. Aus diesem Grund wurde vom Gemeinderat auch nur ein Hotelprojekt favorisiert, welches dann der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Der Gemeinderat hat nun beschlossen in weitere Verhandlungen mit den Hotelinvestoren Hubertus Wichmann und Klaus Odink zu gehen. Weitere Verhandlungen mit anderen Investoren werden zu diesem Zeitpunkt ausgeschlossen.  Es gilt aber noch viele Rahmenbedingungen festzusetzen, bevor ein Verkauf in Betracht kommt. Neben baurechtlichen Themen, wie Grundstücksauslastung, Fassadengestaltung etc., sind die langfristige Sicherung vom geplanten Dauerwohnraum sowie die rechtlich verbindliche Nutzung des Grundstücks an der Oberen Strandpromenade als Vollhotelbetrieb die wichtigsten Voraussetzungen. Käme man mit Odink und Wichmann nicht auf einen Nenner, müsse erneut ausgeschrieben werden, so Fangohr.
Der Gemeinderat und die Verwaltung wollten der Inselbevölkerung an diesem Abend erneut die Möglichkeit geben zum geplanten Hotelprojekt Anregungen und Fragen zu stellen. „Rat und Verwaltung ist ein möglichst transparenter Umgang mit dieser Thematik besonders wichtig“, so Bürgermeister Marcel Fangohr. „Wir möchten, dass allen Insulanerinnen und Insulanern die Gelegenheit geben Fragen zu stellen und Anregungen anzubringen“.
Nach einigen einleitenden Worten zur Auswahl der Hotelinvestoren und zum Hintergrund des Verkaufs der Liegenschaft an der Oberen Strandpromenade hat Hubertus Wichmann erneut sein Projekt vorgestellt.

In der anschließenden Diskussion wurden seitens der Bürgerinnen und Bürger viele Einwände eingebracht, die deren Meinung nach gegen ein solches Projekt auf Wangerooge sprechen würden. In erster Linie hatten viele Anwesenden Bedenken vor der Größe des Objektes und dass es mit den geplanten Themeninhalten nicht zu Wangerooge passen würde. Wichmann zeigte sich dabei kooperativ, z.B. was die Fassade des geplanten „New Generation Hotels“ mit dem Thema Schifffahrtswege anbelangte. Diese Fassade sollte in Seecontainer Optik gefertigt werden, die auch dem Inselrat nicht so richtig gefällt. Wichmann versprach nach einem neuen Thema für das Hotel zu suchen und die Fassade entsprechend umzugestalten.

Auch die große Anzahl von weiteren Gästen, die nun auf die Insel kommen würden, die logistische Herausforderung für die Bundesbahn als Transportdienstleister beunruhigte die Anwesenden. Sowohl Bürgermeister Fangohr, als auch Hubertus Wichmann unterstrichen dabei, dass es bereits diesbezüglich Gespräche mit der DB/SIW gegeben hätte, die den Einsatz eines dritten Schiffes zugesagt hätten, um dieses Problem zu entzerren.

Seit nun fast 20 Jahren wurden dem Rat der Insel diverse Hotelprojekte vorgestellt, die meisten davon sahen dabei die Finanzierung des Projektes durch den Verkauf der Hotelzimmer in Form von Ferienwohnungen vor, Ferienwohnungen, die auf Wangerooge aber mehr keiner zusätzlich haben möchte. Der Rat hat sich daher mehrheitlich für das am Dienstag erneut vorgestellte Hotelprojekt entschieden, das als Vollhotel geplant wird, zudem verspricht er sich den größten Mehrwert von diesem Projekt für die Insel. Die Belebung der Vor- und Nachsaison durch Seminare, Freizeitaktivitäten für die Zielgruppen Teens bis Twens wie eine Kletterwand an der Fassade des Hotels, oder Angebote wie Bierbrauerei, Schnapsbrennerei und Kaffeerösterei, die der Rat als Bereicherung für die Insel sieht. Auch die Nachhaltigkeit des Projektes die von Wichmann erneut an diesem Abend der Bevölkerung vorgestellt hat war ein Entscheidungskriterium für ein weiteres gemeinsames Planen, ob sich diese beiden Hotels auf Wangerooge realisieren lassen. Noch ist nichts entschieden. Beide Seiten, Planer und Verwaltung und Rat haben noch weitere „Hausaufgaben“ zu erledigen, ehe diese Ergebnisse dann erneut der Öffentlichkeit präsentiert werden können.