28.03.2026 Schiffsgeschichten am Ankerplatz – Eröffnung der Hörstation zum Wangerooger Modellschiff Ora Et Labora

28.03.2026 Schiffsgeschichten am Ankerplatz - Eröffnung der Hörstation zum Wangerooger Modellschiff Ora Et Labora

Am Samstag, den 28. März, wurde um 12 Uhr in der Ev. Nikolaikirche auf Wangerooge eine Hörstation eröffnet. Unter einem Modellschiff mit dem Namen Ora Et Labora, das seit über 100 Jahren in der Nikolaikirche vor Anker liegt, lädt sie dazu ein, in Geschichten einzutauchen, die sich rund um das Schiff ranken. Drei Hörstücke, gesprochen von Katharina Guleikoff, erzählen davon, wer das Schiff in den 1920er Jahren baute, wie es zu seinem Namen kam und welche Geheimnisse es bei seiner Restaurierung in den 1990er Jahren preisgab.

Inselpastor Jan Janssen und das Bochumer Duo scheinzeitmenschen (Valeska Klug & Birk-André Hildebrandt) gaben bei der Eröffnung spannende Einblicke in die Entstehung der Hörstation. Ein Grußwort gab es auch von Tina Mißmahl, Bürgermeisterin von Wangerooge. Musikalisch gerahmt wurde die Veranstaltung von der Gruppe SchippRatz mit Liedern von Leben und Arbeiten auf See. Bei der Zeremonie auch anwesend war Isabelle Peukert, Urenkelin von Pastor Siemens, der damals als Pastor 1924 die Ora Et Labora in der Kirche aufhängen lies.

Mit der Hörstation, die in dieser Form in Kirchen entlang der Küste einzigartig ist, bleibt ein Stück Inselgeschichte dauerhaft erlebbar, beschrieben die Initiator*innen des Projekts: „Die Geschichten, die man unter der Ora Et Labora hören kann, sind zum einen aus historischen Quellen und zum anderen aus Gesprächen mit Menschen entstanden, die ihre Erinnerungen mit uns geteilt haben. Auch wenn diese Zeitzeugen gehen, bleiben kleine Ausschnitte aus ihren Lebenserfahrungen hier bewahrt. Es sind berührende, bewegende Eindrücke, die mit den drei Hörstücken weitergetragen werden.“

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung gab es die Möglichkeit, die Hörstation zu entdecken und sich bei Schiffszwieback und Zitronenwasser mit den Künstler*innen auszutauschen. Ab sofort ist die Hörstation dauerhaft zu den Öffnungszeiten der Nikolaikirche zugänglich und nimmt Besucherinnen und Besucher mit in die bewegte Vergangenheit der Ora Et Labora. Das Projekt wurde möglich dank der Unterstützung durch die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, die Ja-Wir-Stiftungen sowie namhafte private Spenden.

Die Hörstation für die Ora Et Labora ist ein Kooperationsprojekt des Bochumer Duos scheinzeitmenschen und der Ev. Nikolai-Kirchengemeinde Wangerooge. Sie lädt dazu ein, drei Geschichten über unterschiedliche Facetten des Modellschiffs Ora Et Labora zu hören und so ein Stück Inselgeschichte zu entdecken.

Das Bochumer Duo scheinzeitmenschen besteht aus Valeska Klug und Birk-André Hildebrandt. Seit 2013 realisieren sie Grenzgänge zwischen Licht- und Medienkunst, Objekttheater sowie partizipativer Installation. Ihre Arbeiten sind in NRW und darüber hinaus zu sehen. Nach dem Projekt Ein Schiff ist ein Schiff ist ein Schiff im Sommer 2024 ist die Hörstation für die Ora Et Labora ihre zweite Arbeit auf Wangerooge.

(www.scheinzeitmenschen.eu)

Bgm Tina Mißmahl, Valeska Klug, Birk-André Hildebrandt, Pastor Jan Janssen und Isabelle Peukert, Urenkelin von Pastor Siemens, der damals als Pastor 1924 die Ora Et Labora in der Kirche aufhängen lies. 

Bgm Tina Mißmahl, Valeska Klug, Birk-André Hildebrandt, Pastor Jan Janssen und Isabelle Peukert, Urenkelin von Pastor Siemens, der damals als Pastor 1924 die Ora Et Labora in der Kirche aufhängen lies. 

Mit jeweils einer dieser drei Karten, eingesteckt in die Hörstation, werden die drei Geschichten in der Hörstation aktiviert,. Am Ende gibt es dann obendrein eine kleine Überraschung.