Grüne Bundestagsabgeordnete Katja Keul (MdB/Bündnis90/DieGrünen) infomiert sich über Küstenschutz auf Wangerooge

Der Küstenschutz lag der Bundestagsabgeordneten Katja Keul (MdB/Bündnis90/Die Grünen) bei ihrem Besuch am Dienstag auf Wangerooge besonders am Herzen. Zunächst gab es ein Treffen mit Rat und Verwaltung, an dem neben Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos) die Ratsvorsitzende Bärbel Herfel (CDU) und der stellvertretende Ratsvorsitzende Peter Kuchenbuch-Hanken (Bündnis90/Die Grünen) teilnahmen. „Eigentlich sind wir durch die vielen Erneuerungen an den Küstenschutzeinrichtungen der letzten Jahre auf Wangerooge ja gut aufgestellt, wenn die jährlich wiederkehrenden verheerenden Sandverluste am Hauptstrand und an den Nord-/Ostdünen nicht wären“, so Bürgermeister Fangohr. Das eine führt zu ständigen finanziellen Verlusten im Gemeindehaushalt, das andere kann mittelfristig die Sicherheit der Inselbevölkerung gefährden. Sehr interessierte zeigte sich die grüne Bundestagsabgeordnete Keul für die Ideen, die hier von Rat und Verwaltung vorgetragen wurden, langfristig durch die inselnahe Verklappung des Baggergutes aus der Jade eine Vorstranderhöhung herbeizuführen, die diesen Sandverlusten entgegenwirken würde.

„Bislang wird dieses Baggergut, bis zu 7 Millionen Kubikmeter im Jahr, bei Helgoland verklappt. Der Saugbagger Nordsee, der nur einen geringen Tiefgang hat und immerhin jährlich 3 Millionen Kubikmeter aus dem Jadefahrwasser baggert, könnte sein Baggergut nordwestlich von Wangerooge in einer ehemaligen Sandentnahmestelle verklappen, die ursächlich mit für die Schäden an den Nord-/Ostdünen verantwortlich ist. Diese ehemalige Sandentnahmestelle, aus der in den 80er Jahren der Weststrand aufgespült worden ist, hat sich im Laufe der Jahre zu einer Wasserrinne entwickelt, die auf den Nord-/Oststrand von Wangerooge zu läuft. Bei Sturm werden hier dann enorme Wassermassen in Bewegung gesetzt, die so ziemlich ungebremst auf den Wangerooger Strand treffen. Dies wurde uns schon vor Jahren vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in Norden (NLWKN) mit entsprechenden Messungen so bestätigt und ist auch nichts Neues“, so der grüne Ratsherr Peter Kuchenbuch-Hanken. Die Wasserstraßenverwaltung, in Zuständigkeit für die Ausbaggerung des Jadefahrwassers, lehnt bislang diese inselnahe Verklappung jedoch ab, da befürchtet wird, dass dieser Sand wieder sehr schnell im Jadefahrwassser vor Wangerooge landen könnte.

Die Bundestagsabgeordnete der Grünen Katja Keul nimmt diese Anregungen nun mit nach Berlin und versucht bei zuständigen Verkehrsministerium für die Wünsche der Wangerooger nach einer Lösung zu suchen.

Im Anschluss an den offiziellen Termin zeigten Lars Schrell und Peter Kuchenbuch-Hanken von den Grünen Wangeroogern der grünen Bundestagsabgeordneten mit einer Radtour, wo den Insulanern bei den Küstenschutzeinrichtungen am Strand der Schuh drückt. Den Abend ließen die Grünen Wangerooger mit einem Treffen mit Teilen des grünen Inselvorstandes zusammen mit Katja Keul im Café Famoos in der Robbenstraße ausklingen.