© Peter Kuchenbuch-Hanken  

wangerooge-aktuell.de Impressum zurück Nachrichten 03.-21.03.2014

10.03.2014  100.000 Kubikmeter Sand für den Bade- und Burgenstrand


Seit heute rollen sie wieder, die Dumper und Radlader der Kurverwaltung Wangerooge, um mit 100.000 Kubikmetern Strandsand, den Bade- und Burgenstrand der Insel Wangerooge nach den Schäden durch Sturm "Xaver" wieder herzurichten. .

JW 11.03.2014 NWZ 12.03.2014

26.03.2014 Hans Zientarski fährt seit 30 Jahren den Wangerooger Strandsand an

30 Jahre Sandanfahren auf der Nordseeinsel Wangerooge, so lange wie Hans Zientarski übte bislang kein Fahrer diesen Job auf der Insel aus. Ende nächsten Jahres geht Zientarski in den verdienten Ruhestand. Im Jahre 1982 hatte für Hans die Tätigkeit bei der Kurverwaltung Wangerooge angefangen. Zunächst noch als festangestellter Mitarbeiter, nach der Kommunalisierung des damaligen Staatsbades dann nur noch als Saisonkraft. Im Frühjahr Sandfahren und im Sommer Strandwärter, im Winter arbeitslos, das Los vieler Arbeiter auf der Insel. „Acht Monate Beschäftigung, damit fallen wir wenigstens nicht unter Harz IV“ zeigt sich Zientarski aber sichtlich glücklich. „Hätten wir 1990 und 1996 den Strand nicht aufspülen müssen, hätte die Kurverwaltung das Sandfahren vor zwei Jahren nicht an eine Firma fremd vergeben, hätte ich meine 30 Jahre Sandfahren schon früher voll gehabt, erinnert sich der gebürtige Insulaner. „In den ersten Jahren konnten wir den Sand noch direkt vorm Pudding von den Sandbänken entnehmen und hatten nur kurze Wege zum Strand. Die Wege wurden dann aber mit den Jahren immer länger, zunächst vom Bootsweg, dann mehrere Jahre bei Café Neudeich, so weit wie in den letzten fünf Jahren, weit hinter Neudeich, lagen die Entnahmestellen allerdings noch nie vom Hauptstrand entfernt,“ sagt Zientarski.

In seinen 30 Jahren hat Hans mehr als 10.000 Fahrten mit jeweils 10 bis 15 Kubikmeter Sand in der Mulde seines Dumpers aus dem Osten geholt und hat sich dabei auch nur ein einziges Mal mit seinem Fahrzeug festgefahren.

Anfang der 90´er Jahre hat er sich sogar mal während seiner Sandfahrschicht als „Lebensretter“ geübt. Zwei ältere Damen hatten das auflaufende Wasser unterschätzt und saßen auf einer Sandbank im Osten vom Wasser eingeschlossen fest. Hans zögerte nicht lange und befreite die beiden Damen mit Hilfe seines hochachsigen Fahrzeuges aus ihrer Notlage.

Auch eine Kartusche aus dem zweiten Weltkrieg hatte sich schon in seiner Dumpermulde angefunden und musste vom Kampfmittelräumdienst beseitigt werden.

Bis in den Mai hinein wird der Sand noch aus dem Osten der Insel geholt und an den Bade- und Burgenstrand verbracht. Danach wird Hans den Sandfahrerjob wieder gegen den Beruf als Strandwärter tauschen, bis zum Frühjahr 2015, wenn es dann wohlmöglich wieder heißt den von den Winterstürmen weggespülten Sand wieder an den Hauptstrand zu verbringen.


NWZ 11.04.2014